Ankunft in Korea English Esperanto 한국어

14. Februar 2009

Incheon International AirportSeit gestern Mittag bin ich nun wieder in Korea. Die Reise hat fast 24 Stunden gedauert, doch sie ist mir nicht übermäßig lange vorgekommen. Im Flugzeug habe ich noch einmal nachgezählt: Es war das sechste Mal, dass ich nach Korea geflogen bin. Es wäre also erstaunlich, wenn es mir die Abläufe nicht gewohnt erschienen wären.

Ganz anders als beim ersten Mal habe ich die Abreise nicht als einen großen Abschied erlebt. Meine Eltern, mein Bruder und alte Freunde sind es längst gewohnt, dass ich oft nur im Jahresrhytmus auftauche. Ich denke, dass ich auch in Zukunft versuchen werde, einige Wochen im Jahr in Deutschland zu verbringen. Und natürlich freue ich mich über jeden, der mich in Korea besuchen wird. (Einige haben das ja schon sehr konkret geplant.) Da ein Wiedersehen in Sichtweite ist, ist solch ein Abschied eigentlich gar kein richtiger Abschied. Dennoch habe ich in der Nacht vor der Abreise unruhig geschlafen.

Meine Eltern und mein Bruder haben sich am Donnerstag Morgen die Zeit genommen, mich zum Flughafen Münster/Osnabrück zu begleiten. Von dort aus bin ich nach Frankfurt und dann nach Incheon geflogen. Das Flugzeug war nur halb belegt, und ich hatte sogar drei Sitze für mich alleine, so dass ich mich hinlegen und schlafen konnte.

Vom Flughafen in Incheon habe ich einen Bus nach Seoul genommen und zunächst meinen ehemaligen und zukünftigen Kollegen Heiko besucht. Gemütlich haben wir eine Tasse Kaffee getrunken und sind dann zur Wohnung eines anderen Kollegen gefahren, der zur Zeit in Deutschland seinen Urlaub verbringt. Da die Universität noch keine Wohnung für mich frei hat, hat er mir angeboten, dass ich in seiner Wohnung die ersten Tage verbringen kann.

Die zwei Pakete, die ich vor 14 Tagen an seine Adresse geschickt habe, sind sogar noch vor mir angekommen. Zunächst schien es kompliziert zu sein, an die Pakete zu kommen, da die DHL-Paketnummer in Deutschland eine andere ist als in Korea, so dass uns telefonisch niemand Auskunft erteilen konnte. An der Wohnungstür hing dann aber ein Zettel mit der Handynummer des Lieferboten, der die Pakete gleich heute Morgen vorbei gebracht hat.

Für die nächsten Tage stehen so einige Besorgungen und mehrere Verabredungen auf dem Programm, so dass mein Tagesablauf gefüllt ist. Das erleichtert es mir, mich an die koreanische Zeit zu gewöhnen. Diesmal habe ich mir vorgenommen, mich eisern an den natürlichen Tag-und-Nacht-Rhythmus zu halten. Das ist nicht leicht, da mein Biorhythmus noch um 8 Stunden verschoben ist, so dass ich mitternachts das Gefühl habe, es sei später Nachmittag, und früh am Morgen, es sei Zeit schlafen zu gehen. Gut, dass ich noch zwei Wochen bis zum Arbeitsbeginn habe - nur ungern würde ich meine Sprachschüler unterrichten und gleichzeitig mit dem Schlaf kämpfen!

Picture by Dicky - Licence: Creative Commons BY-NC-SA 2.0 USA unported

¬ geschrieben von Stefan in Mein Leben in Korea

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7 Kommentare zu 'Ankunft in Korea'

  1. Jens+Maria sagte am Samstag, 14. Februar 2009 um 20:15 Uhr:

    Wir wünschen Dir alles Gute in deiner Wahlheimat. Falls Du irgendwas aus Aachen vermisst, lass es uns wissen ;-)

    Jens und Maria

  2. Jochen sagte am Sonntag, 15. Februar 2009 um 10:54 Uhr:

    Hi Stefan!
    Freut mich, dass Du gut in Korea angekommen bist! Ich wünsche Dir natürlich ebenfalls eine ganz tolle Zeit in Deiner “neuen alten” Heimat! Ich werde Dein Tagebuch auf jeden Fall mit großem Interesse verfolgen und freue mich schon, wenn wir uns - hoffentlich möglichst bald - in Korea sehen!
    Liebe Grüße aus Aachen
    JOCHEN

  3. Michaela sagte am Sonntag, 15. Februar 2009 um 12:36 Uhr:

    Hallo Stefan!

    Ich wünsche Dir alles Gute in Korea, nette Schüler und umgängliche Kollegen. Werde versuchen, Dein Tagebuch regelmäßig zu lesen und bin schon gespannt, an welchen (philosophischen?) Gedanken Du uns teilhaben lassen wirst.

    Liebe Grüße
    Michaela :-)

  4. Christine sagte am Sonntag, 15. Februar 2009 um 13:06 Uhr:

    Hey Stefan!

    Alles Gute im fernen Korea.
    Habe eben mal in Deinem alten Korea-Blog gestöbert. Da möchte man direkt ins nächste Flugzeug steigen und in die weite Welt fliegen…

    Ich wünsche Dir eine schöne Zeit und ich freue schon sehr mich auf Deine Blogeinträge.

    Lieben Gruß,
    Christine

  5. Elmar sagte am Sonntag, 15. Februar 2009 um 13:45 Uhr:

    Hallo Stefan,
    das gemischte Gefühl aus ehemaliger Vertrautheit und gleichzeitig neuer Fremdheit, das man als Europäer beim Wiedereintauchen in ein asiatisches Land verspürt, kenne ich auch nur zu gut. Die Sprachkenntnisse geben einem dabei allerdings das angenehm sichere Gefühl, jedes eventuell auftretende neue Problem im Dialog lösen zu können. Ich wünsche Dir einen guten Arbeitsbeginn und freue mich auf Deinen neuen Blog !
    Elmar

  6. Tina sagte am Montag, 16. Februar 2009 um 14:25 Uhr:

    Hallo Stefan,

    ich habe Dein Tagebuch mit Spannung gelesen - für einen Moment hat es mich gedanklich aus dem Referendariatseinerlei herausgehoben und mich in die weite Welt getragen. Ich wünsche Dir einen guten Start im neuen Job und hoffe, bald wieder von Dir zu lesen!
    Liebe Grüße, Tina

  7. Stefan sagte am Mittwoch, 18. Februar 2009 um 15:38 Uhr:

    Danke für die lieben Grüße! Ich werde mir Mühe geben immer mal wieder etwas interessantes aus Korea zu berichten! Allen Referendaren drücke ich feste die Daumen, und den frisch gebackenen Lehrern wünsche ich ebenfalls viel Ausdauer. Die ersten Berufsjahre sollen ja die härtesten sein…

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